Für die Gesundheit und das Klima: Insekten statt Fleisch?!

Ekel war gestern! Die EU hat vier Insektenarten für Lebensmittel zugelassen: Mehlwürmer, Grillen, Heuschrecken und die Larven des Getreideschimmelkäfers. Lebensmittel wie Nudeln, Falafel, Chips und Backwaren oder Burgerpatties werden diese Insekten zukünftig als Zutat enthalten. Mit der Verwendung von Insekten als Lebensmittel kann die Ernährung der weltweit wachsenden Bevölkerungszahl unter geringerem Aufwand an Ressourcen und Emissionen sichergestellt werden. Auch als Tierfutter sind die Insekten geeignet, was zusätzlich Energie und Treibhausgase einspart. Der Verzehr von Insekten hat viele Vorteile, denn sie sind reich an Proteinen und ungesättigten Fettsäuren, essenziellen Vitaminen und Aminosäuren. Einziger Nachteil: Allergiker von Schalentieren müssen sich zurückhalten, denn das Chitin kann in seltenen Fällen Allergien auslösen.

Fürs Klima lohnt sich die Aufnahme der Insekten im Speiseplan besonders. Im Gegensatz zur Tierhaltung benötigt die Insektenzucht keine großflächigen Weiden oder Äcker für den Futteranbau, während die Hälfte des Futters in Masse umgewandelt wird, was Insekten zu vier Mal effizienteren Nahrungsverwertern macht als Rinder. Auch beim Wasser- und CO2-Verbrauch sind Insekten weit sparsamer als die Haltung von Schwein, Huhn und Rind. Allein die Ökobilanz von Pflanzen bleibt uneinholbar, der zweite Platz ist den Insekten jedoch sicher.

https://www.scinexx.de/dossier/insekten-auf-dem-speiseplan/

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